Organtransplantationsgesetz Hop Schwitz
Mein heutiger Gastkommentator wohnt im nahen Ausland bei den Eidgenossen und widmet diesen Gastbeitrag seinen Organen, die, wie er mir versicherte, niemals seinen Körper einzeln verlassen werden. Der Mann hat klare Vorstellungen wenns um Leber und Lunge geht und hier nun der Beitrag von Elrobo:
Vor dem Hintergrund des neuen Transplantationsgesetzes bei uns in der Schweiz, wird so ziemlich alles um das Thema Organspende neu definiert. Das heisst etwas genauer, alles was mit Transplantationsmedizin zu tun hat wird neu resp. klar geregelt. Das neue Gesetz ist per 1.07.2007 gültig. Vor allem geht es dabei um die Menschenwürde, die Gesundheit und die Persönlichkeit die es zu schützen gilt. Bei Menschenwürde stelle ich mir vor, dass mit Körpern von Hirntoten in Würde umgegangen wird. Nicht nur aufschneiden, rausnehmen, den Rest so vergraben. Sondern dass die tote Person auch als solche für die Verwandten noch erkennbar ist.
Das neue Gesetz soll auch Missbräuche verhindern, wenigstens in der Schweiz. Soll heissen, dass der Handel mit Organen verboten ist. Weiters geht es um die Berechtigung oder Zustimmung Organe zu entnehmen. Wenn der Tote zu Lebzeiten keinen Willen geäussert hat, sind die nächsten Verwandten ansprechbar. Also da habe ich eine klare Vorstellung : Hands off wenn’s um meine Innereien geht. Ich will nicht, dass da jemand nach meinem Ableben mit meinen Nieren oder Kniescheiben angibt !
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June 29th, 2007 at 2:22 pm
Wenns für einen sinnvollen Zweck ist, also nicht für irgendwelchen Voodoozauber oder Teufelsaustreibungen, stelle ich meine Organe (ausser meiner Raucherlunge
) gerne zur Verfügung.
June 29th, 2007 at 2:30 pm
Generell habe ich nichts gegen Organspende, am besten wäre natürlich dass man zu lebzeiten einen Spendeausweis sich zulegt damit die lieben Angehörigen nicht für mich entscheiden müssen. Organspende ist OK solange es nicht so läuft wie in den Niederlanden, wo Organe in einer Gameshow verscherbelt werden
June 29th, 2007 at 2:34 pm
…und ausserdem was soll ich mit meinen Organen im Reich der Toten, wenn ich damit jemandem anderen das Leben verlängern kann.
June 29th, 2007 at 9:33 pm
Nun ja, das Problem lässt sich auch anders lösen – jeder der nicht zum Organspender werden möchte, soll dies schriftlich bei sich haben, macht das ganze nämlich einfacher.
Abgesehen davon ist das ganze um die Organspende nur wieder einmal ein Versuch der Menschen “Gott” zu spielen. Was der Mensch damit aber anrichtet, merkt er gar nicht.
Hat sich vielleicht schon mal jemand wirklich gedanken darüber gemacht, wie es ist, wenn ein anderer für einem sterben muss, dass man selber weiter leben kann. Hierzu gäbe es einen Film mit dem Titel “Zurück zu dir” – kann ich nur empfehlen, dann seht ihr das Thema vielleicht unter einem anderen Blickwinkel.