Pilgernde Schnecke mit Anleitung zur Verarbeitung Hausgemacht
Der 7minütige Weg einer Pilgerschnecke auf dem Brillenmodell “Inkognito”. Sie diente nur als Beispiel und wurde nicht gekocht!
Der Weg ist das Ziel und auf dem Weg findet die interessierte Schnecke einige Facts über das Züchten und Zubereiten ihrer Art.
Wie bereite ich Schnecken vor und zu:
Selbstgesammelte und gezüchtete Schnecken werden 4 Tage ohne Nahrung gehalten um das Verdauungssystem vollständig zu entleeren. Anschliessend werden die Schnecken in kochendem Wasser getötet und verbleiben noch etwas 3 Minuten im kochenden Sud.
Dann werden sie aus den Häusern geschält und ca. 15 Minuten in kaltes salzhaltiges Wasser eingelegt, sogenanntes einsalzen.
Säubern in klarem Wasser wird dann empfohlen. Jetzt können sie für die beliebten Schnecken in Kräuterbutter weiterverarbeitet werden.
Bei der Verwendung der Schneckenhäuser müssen diese zuvor ausgekocht und mit Soda gereinigt werden.
Nun können die Schnecken in einer frisch zugestellten Bouillon (Court Bouillon) mindestens 1 1/2 bis 2 Stunden (bis sie weich sind) gekocht werden.
Für die Bouillon nehme man einen halben Liter Wein je Liter Wasser, gebe hinzu Petersilie, Thymian, Lorbeer, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Nelken, sowie andere Gewürze nach eigenem Ermessen: Anis, Minze, Karotten.
Jetzt können die Schneckenhäuser mit etwas Kräuterbutter gefüllt werden – anschliessend die bereits erkalteten Schnecken eindrücken – noch eine Schicht Kräuterbutter und ab unter die Oberhitze bis sich eine angenehme bräunlich-goldene Farbe bildet. Dazu servieren wir einen knusprigen Toast und ein feines Glas Weisswein.
Für unsere Schnecke heisst es – Glück gehabt – und für das Brillenmodell eine Gesamtreinigung.
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August 20th, 2008 at 9:40 pm
Ich finde Schnecken ekelig und würde sie deshalb auch nicht essen. Und die Brille würde ich jetzt einem Kochwaschgang in der Waschmaschine unterziehen. Mein Mann würde sie wahrscheinlich trotz Kochwaschgang nie wieder aufsetzen.
August 20th, 2008 at 10:29 pm
Bist eben doch hin und wieder ein Tierfreund:-)! – Danke für die Schneckenkochanleitung, aber die werde ich wohl eher nicht nachmachen….
August 20th, 2008 at 11:39 pm
Ich wusste wir machen da was falsch:
Dose auf – Flüssigkeit abrinnen lassen – Schnecken in die dafür vorgesehenen Pfännchen – mit Rotwein ergänzen und mit Knoblauch- oder Kräuterbutter die einzelnen Löcher abdichten – rein ins heiße Rohr und eine Zeit lang erhitzen – mit getoastetem Weißbrot serverien
Mjam.
August 21st, 2008 at 5:51 am
@Hans-Georg: Am besten Du sagst es ihm nicht. Was er nicht weiß macht Ihn nicht heiß!
@Eva: Falls Du einen Schneckenüberschuß nach dem nächsten Regenguß feststellst weisst Du ja wohin Du sie schicken kannst. Die Court Bouillon wartet!
@rufus: Ich wusste es gibt noch einen anderen Weg!
August 21st, 2008 at 7:09 am
ich bin schon bei Punkt 2 der Anleitung steckengeblieben: meine Schnecken sind braunrot und haben kein Häuschen.
August 21st, 2008 at 1:50 pm
Ich habe gestern einen Bericht über Buschfleisch gesehen, das in Kamerun gegessen wird. Also wirklich alles was Beine hat, oder auch nicht, wird dort verspeist. Sei es Gorilla, Schimpanse (auch getrocknet, grau, brettelhart), Stachelschwein, Rohratte, etc. – das war doch sehr interessant.
Und du willst also neugierige Schnecken in die Pfanne hauen. Ich sag nur Sodom und Gomorrha im Tomatengarten.
Apropos Schnecken! Überlege dir eine schmackhafte Zubereitung von Nacktschnecken und du bist ein gemachter Mann. Da muss jede Laufente zu Hause bleiben, wenn du für den Suppentopf auf Jagd gehst.
August 21st, 2008 at 9:13 pm
Ich nehme lieber das Toastbrot mit Kräuterbutter ohne Schnecke.
August 21st, 2008 at 9:35 pm
das ist ja witzig. süß die kleinen schnecken.
nichtraucher geworden? sehr löblich. ich hab mir das laster gott sei dank nie angefangen
August 22nd, 2008 at 11:36 am
Ich habe kein ethisches Problem mit Schnecken essen, man isst ja auch Pferd und Hund. Aber das gute an den Schnecken ist ohnehin die Marinade oder Sauce oder der Kräuterbutter, und die lassen sich auch mit Brot oder anderem essen.
August 22nd, 2008 at 11:49 am
Ich will Schneckensud !
August 22nd, 2008 at 11:50 am
Hm, und was ist mit der artgerechten Nahrung? Nur gesundes Biogras und etwas unappetitlichere Bionahrung vermag die Schnegge auch als kulinarische Grundlage genehm erscheinen lassen!
August 22nd, 2008 at 10:40 pm
Schnecken?
Für mich nur in süßer Form, mit Rosinen und Zimtzucker, gerne auch mit Nußfüllung, aber in jedem Fall aus Teig und nicht aus Tier!
August 23rd, 2008 at 8:03 am
@lamiacucina: Ah, die allseits beliebte Kapuzinerschnecke!
@entegut: Ich habe mir schon überlegt Indische Laufenten abzurichten und sie dazu zu bringen die Schnecken zwar zu fangen aber nicht zu verspeisen. Ob das mit Erfolg gekrönt sein wird?
@Sivie: Ich hau den restlichen Kräuterbutter in die Pfanne für das nächste Entrecote de paris.
@Paleica: Und sie hat sogar überlebt.
Yes, No Cigarette since 6.Jänner 2008. Some Pipe’s in between aber es werden auch immer weniger.
@Houdini: Nun, der Biss in das feste Fleisch einer fachgerecht zubereiteten Schnecke finde ich doch aussergewöhnlich. Jetzt habe ich mich die letzten Tage so stark wieder mit dem Thema befasst, dank kommentare und co, dass ich jetzt wirkliche Lust auf die Kriecher bekomme.
@Monokel: Oh yes, immer nur die Essenz
@kulinaria: Danke für das erwähnen dieses wichtigen Parts im Leben einer Schnecke. Die Nahrung des Schleimers ist absolut wichtig für den künftigen Geschmack!
@schocan: Da schließe ich mich an. Mit einer großen Tasse Kaffee!
August 25th, 2008 at 12:00 am
Bäähhh… also ich würde Schnecke nicht essen. Obwohl ich weiß, daß es bei gewissen Leuten als Delikatesse gilt. Aber ich mag auch keine Froschschenkel…
Und Lebendiges in kochendem Wasser zu töten finde ich auch nicht so berauschend… *würg*
Stell dir mal vor, du würdest bei Kannibalen im Kochtopf landen bzw. die schmeißen dich in kochendes Wasser ?
Damit es schönes zartes “Tomatenfleisch” gibt…
August 25th, 2008 at 5:55 am
@Gucky: Bezüglich kochendes Wasser. Der Hummer, einer der letzten Vertreter von “der Koch tötet mich höchstpersönlich”, wird an ein Brett gebunden und dann Kopfüber im Kochenden Sud versenkt. Er ist bereits tot wenn die Schwanzspitze im wallenden Wasser versinkt. Das ist für mich ok, denn er wird kaum Schmerzen haben.
Bei den Kannibalen wird ein Mensch in das erst lauwarme bis kalte Wasser eines Topfes hineingebunden und er darf dann den ansteigenden Hitzegrad schreiend dokumentieren. Daß ist doch unmenschlich, oder?
August 31st, 2008 at 1:37 pm
He’s too cute to eat! He will bring good luck to your new house ( but maybe not your plants…)
September 3rd, 2008 at 6:50 am
@manju: Our new way to get rid of the plants